Studie Payment 2019

Neben der zentralen Frage, wie lange das Bezahlen mit baren, unbaren und hier insbesondere kontaktlosen Zahlungsarten dauert, wurden mehr als 3.000 Transaktionen auch dahingehend analysiert, wie oft welche Zahlungsarten genutzt werden, wie hoch der durchschnittliche Zahlungsbetrag differenziert nach Zahlungsarten jeweils ist und ob sich regionale oder altersspezifische Besonderheiten ergeben.

Bisher bekannte Berichterstattung zur Studie, deren Publikation unterstützt wurde vom Bundesverband der Bilanzbuchhalter und Controller e.V. (BVBC)

  • Bundesverband der Bilanzbuchhalter und Controller (BVBC), Meldung vom 02.04.2020
  • Zeitschrift für Bilanzierung, Rechnungswesen und Controlling (BC), Ausgabe 4/2020, S. 190 f.
  • Chip, Online-Meldung vom 12.04.2020 (aktueller Corona-Bezug)
  • DerWesten.de, Meldung vom 24.03.2020
  • Supermarkt-Inside.de, Meldung vom 08.03.2020
  • Chip, Ausgabe vom 07.02.2020, S. 45
  • Bundesverband der Bilanzbuchhalter und Controller (BVBC), Meldung vom 24.01.2020
  • Sport Fachhandel, Ausgabe vom 15.01.2020, S. 82
  • Heilbronner Stimme, Ausgabe vom 14.01.2020, S. 7
  • allgemeine fleischer zeitung, Ausgabe vom 08.01.2020, S. 17
  • t3n, Beitrag vom 30.12.2019
  • Mobile Banking, Meldung vom 21.12.2019
  • SWR aktuell, Sendungsbeitrag vom 17.12.2019
  • Handelsjournal, Beitrag vom 17.12.2019 
  • IT-Finanzmagazin, Beitrag vom 13.12.2019
  • DHBW Heilbronn, Meldung vom 13.12.2019

DHBW Campusnotiz: Bargeld ist nicht länger das schnellste Zahlungsmittel

Haben Sie auch manchmal das Gefühl, sich beim Bezahlen in der falschen, nämlich der langsamsten Kasse eingereiht zu haben? Angenommen ein Händler hat drei Kassenplätze und an den drei Kassen A, B und C stehen bereits jeweils drei Kunden an. Wäre die Abwicklungsdauer über alle Zahlungsarten gleich verteilt, wäre es irrelevant, an welcher Kasse die vierte Warteposition eingenommen wird. Die Realität stellt sich allerdings anders dar. Die Geschwindigkeit einer Zahlungsabwicklung variiert in Abhängigkeit der Zahlungsart. Barzahlungen beispielsweise sind im Durchschnitt schneller als herkömmliche Kartenzahlungen, wie eine aktuelle und umfassende empirische Analyse unter der Leitung von Professor Hierl an der DHBW Heilbronn zeigt (vgl. www.payment-2019.de). Die schnellste Zahlungsart war allerdings nicht die Barzahlung. Kontaktlose Zahlungen mit physischen Debit- oder Kreditkarten sowie Kontaktloszahlungen mit dem Mobiltelefon hatten einen Geschwindigkeitsvorteil von annähernd fünf Sekunden je Transaktion. Für Kunden an einer Kasse in einer gestressten Warteposition eine gefühlte Ewigkeit. Neben der zentralen Frage, wie lange das Bezahlen mit baren, unbaren und hier insbesondere kontaktlosen Zahlungsarten dauert, wurden mehr als 3.000 Transaktionen auch dahingehend analysiert, wie oft welche Zahlungsarten genutzt werden, wie hoch der durchschnittliche Zahlungsbetrag je verwendeter Zahlungsart ist und ob sich regionale oder altersspezifische Besonderheiten ergeben. Von den zahlreichen Ergebnissen werden nachfolgend kurz zwei herausgestellt. Einerseits benötigen ältere Kunden aufgrund zunehmender motorischer und sensorischer Einschränkungen im Grundsatz mehr Zeit als jüngere Kunden. Eine Ausnahme sind hier die Kontaktloszahlungen, die weniger und einfachere Handlungsschritte erfordern. Andererseits zeigte sich, dass die Kontaktloszahlungen weitgehend symmetrisch um den Mittelwert verteilt sind, wohingegen bei Barzahlungen mehr Ausreißer mit zeitlichen Mehr- und Minderbedarfen vorliegen. Die höchsten Standardabweichungen bei Barzahlungen bedeuten, dass diese wesentlich länger oder kürzer dauern können, als der Mittelwert angibt. Insgesamt führt dies in der Praxis dazu, dass manche Kunden in ihrem Unbehagen bestätigt werden, sich in der „falschen“, nämlich der langsameren Kasse eingereiht zu haben.